Wieslocher Christdemokraten sehen ihre Politik bestätigt

CDU Wiesloch wählt neue Vorstandschaft – Dank an langjährige Weggefährten

„Überzeugt, mit den eigenen Positionen die Interessen Wieslochs zu vertreten“, so beschreibt Adrian Seidler, der nach zwei erfolgreichen Amtsperioden als erster Vorsitzender der CDU Wiesloch einstimmig in seinem Amt bestätigt wurde, die Stimmung der Wieslocher Christdemokraten nach der diesjährigen Mitgliederversammlung. Gerade angesichts der Proteste der Altwieslocher Bürger gegen den drohenden Verkehrsinfarkt und die prekäre Haushaltslage zeige, wie zutreffend die Wieslocher CDU in den letzten Jahren jene „Großprojekte“ der städtischen Politik eingeschätzt habe. 

„Die weichen Maßnahmen, die Altwiesloch schnell Entlastung bringen sollten, hatten nichts außer Enttäuschung auf Seiten der Betroffenen und Verwerfungen mit den Nachbarn in Dielheim und Rauenberg zur Folge, und das Loch im Stadtsäckel wird immer größer, wenn sich niemand seiner Aufgabe als Stadtrat stellen will, auch unbequeme Einsparungen mitzutragen“, gab Seidler im Hinblick auf die Lage der Wieslocher Kommunalpolitik nach seiner Wiederwahl zu bedenken. 

Zuvor blickte er in seinem Rechenschaftsbericht aber auf die Arbeit des Ortsverbandes der letzten zwei Jahre zurück. Im Unterschied zu vielen anderen Ortsverbänden der CDU konnte man in Wiesloch die Mitgliederzahlen halten und sogar geringfügig ausbauen – ein Befund, der erfreulicherweise auch durch Mitgliederzuwächse bei der Jugendorganisation Junge Union bestätigt werden kann. Dies liege sicherlich neben den klaren Positionierungen der Union bei den wichtigen städtischen Themen wie Umgehungsstraße, Fachmarktzentrum, dem Ausbau der Bahnhofsinfrastruktur und gegen die Abschaffung der Unechten Teilortswahl auch am „guten Draht nach oben“, wie Seidler das Verhältnis des Wieslocher Ortsverbandes mit den Abgeordneten in Stuttgart, Karl Klein, und Berlin, Dr. Stephan Harbarth, bezeichnete. Gerade beim Engagement Karl Kleins gegen die Pläne der Landesregierung Anfang des Jahres, psychisch kranke Straftäter in der ehemaligen Jugendarrestanstalt unterzubringen, habe man sich in Wiesloch glücklich schätzen können, eine deutlich vernehmbare Stimme in Stuttgart zu haben.

Doch auch die vielfältigen Veranstaltungen der CDU blieben nicht unerwähnt. Der alljährlich von Christa Stängl organisierte Besuch des Nußlocher Steinbruchs im Rahmen des Ferienspaßes, die vom Historiker Daniel Wimmer in den Mannheimer Reiß-Engelhorn-Museum betreute Führung durch die Staufer-Ausstellung oder der Start der Vortragsreihe „Wieslocher Informationsabende zu Politik und Kultur“, waren Gelegenheiten, langjährige Mitglieder zu aktivieren und neue Unterstützer zu finden.

Die Bürger scheinen dieses vielfältige Engagement der Wieslocher Christdemokraten jedenfalls zu begrüßen: Der Austausch mit Bürgerinitiativen, zivilgesellschaftlichen Interessensvertretern und das direkte Gespräch mit den Bürgern brachte sehr viel positive Resonanz und Unterstützung. „Die Gesellschaft ist bunter als früher und die CDU Wiesloch trägt dieser Entwicklung Rechnung, ohne jedoch ihre Wurzeln aus den Augen zu verlieren“, fügte Seidler auch mit Blick in die nähere Zukunft hinzu.

Vieles bisher Liebgewonnene sei wünschens- und erhaltenswert für Wiesloch, an vielem davon hänge auch die CDU, bei all dem solle man aber das nachhaltige Wirtschaften nicht aus den Augen verlieren, gab der Stadtrat zu bedenken. „Wenn wir allein in diesem Jahr mit vier Millionen Euro in der Kreide stehen, und es nur möglich ist, sich über Fraktionsgrenzen hinweg auf ein paar hundertausend Euro Einsparungen zu einigen, dann ist das nicht nachhaltig!“ Gleichzeitig wies er einen gangbaren Weg, um nachfolgenden Generationen keinen riesigen Schuldenberg zu überlassen: „Mehr Gewerbe und mehr Einwohner“, denn das bringe der Stadt Einnahmen, womit die hohen Wieslocher Standards auch in Zukunft gehalten werden könnten. Daher stehe die CDU auch weiterhin hinter dem Ausbau des Bahnhofsumfeldes und der Bebauung der drei Baufelder in der Äußeren Helde.

Dabei kann er auf eine Mischung eines bereits gut eingespielten Teams mit den frischen Ideen neuer Vorstandsmitglieder bauen. Die langjährigen Vorstandsmitglieder Gerolf Sauer, Christa Stängel (stellvertretende Vorsitzende) und Jürgen Adam (Schriftführer) traten in diesem Jahr nicht mehr zu den Wahlen für ihre bisherigen Ämter an, sondern bewarben sich als Beisitzer im erweiterten Vorstand. Die versammelten Mitglieder dankten den Stadträten für ihr langjähriges Engagement für die Partei und wählten sie einstimmig in ihre neuen Ämter.

Seidlers neue Mannschaft setzt sich nun wie folgt zusammen: Seine beiden Stellvertreter werden fortan die ehemalige Stadträtin Jutta Hilswicht und der bisherige Pressesprecher Daniel Wimmer sein, der sein Amt auch weiterhin in Personalunion ausüben wird. Daniel del Valle und Peter Huber führen weiterhin ihre bisherigen Aufgabenbereiche als Internetbeauftragter und Schatzmeister. Neben den bereits Erwähnten wurden als weitere Beisitzer Sabine Bongertz, Klaus Deschner, Eva-Maria Huber, Dietmar Kuhn, Christian Wanner, Petra Spitzlay, Andrea Leitner und Kurt Wagner in den Ortsvorstand gewählt.

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